Wer an einen Urlaub in Ägypten denkt, muss nicht zwangsläufig ans Tauchen oder Sonnenbaden denken. Wie wäre es mal mit einem Wüstenurlaub in die ägyptische Sahara?
Die größte Wüste der Welt lockt mit ihrem östlichen Teil bis in das Niltal in Ägypten. Wer hier abseits der üblichen Sightseeingtouren das Land einmal anders erleben möchte, sollte sich für einen Wüstenurlaub in der Sahara entscheiden. Individualreisende werden sich bei Kameltouren durch die weite Landschaft wohlfühlen. In Wüstencamps wird am Abend Rast gemacht und landestypisches Essen rund um ein knisterndes Lagerfeuer genossen. Geschlafen wird in Wüstenzelten, die bequem ausgestattet sind und ein schönes Lager für die Nacht bieten. Unterwegs in einer Karawane zwischen dem Großen Sandsee, der sogenannten „Seidenstraße der Pharaonen“, zahlreichen Oasen und gebirgigen Landzügen mit sagenhaften Felszeichnungen verlebt man hier einen Abenteuerurlaub par excellence.
Beim Wüstenurlaub in der Sahara entdeckt man inmitten des sonst eher trockenen Gebiets selbstverständlich auch Oasen. Einer der bekanntesten ist Farafra, an die die sogenannte „weiße Wüste“ angrenzt mit ihren großen, teils skurrilen Kalkformationen. Auch Siwa, in der man der Altstadt Shali einen Besuch abstatten sollte, ist ein Abstecher wert. Die Oase Bahariya ist vor allem für ihren Pflanzenreichtum bekannt, aber auch für die vorchristlichen Gräber, die dem berühmten Tal der Könige beinahe in nichts nachstehen. Auf den Spuren berühmter Saharaforscher findet man sich auf dem Abu Ballas Trail, einer antiken Handelsstraße bis zum Gilf el-Kebir Plateau im Südwesten, auch als „Seidenstraße der Pharaonen“ bekannt.
Auf einer Tour durch die ägyptische Sahara warten aber nicht nur Oasen und flache lange Sandregionen auf die Reisenden – im Dreiländereck von Ägypten, dem Sudan und Lybien findet man die Uweinat-Berge, in dem man ehemalige Vulkankrater und –trichter bestaunen kann. Im Südwesten Ägyptens liegt das Kalkstein-Hochplateau Gilf el-Kebir, in dem tiefe Wadis vorherrschen. Wadis sind zeitweise ausgetrocknete Flussläufe, die gerade in den Regenzeiten zu reißenden Flüssen werden. In beiden Gebirgszügen findet man in den Tälern noch heute Felsmalereien.