Der Annapurna Trek ist nichts für Untrainierte: Dieser Wanderweg führt durch die faszinierende Bergwelt der Achttausender in Nepal.
Wer sich eine Wanderung oder eine Umrundung des Annapurna-Massivs vornimmt, der sollte sich seiner körperlichen Kondition bewusst sein, denn diese Route eignet sich nur für geübte Bergwanderer. Dennoch ist die Berglandschaft Nepals in jedem Fall ein einzigartiges Erlebnis, denn sie bietet verschiedene Vegetationszonen, die man durchwandern wird. Der Aufstieg auf den etwa 5.500 Meter hohen Thorong La Pass muss gut geplant werden, denn er gilt als einer der gefährlichsten Berge der Welt. Unterwegs wird man jedoch immer wieder mit herrlichen Natureindrücken belohnt, wie zum Beispiel am malerischen Tilicho Lake, der einer der am höchsten gelegenen Seen der Welt ist. Zugleich ist die Region eine Gegend voller Sagen und Legenden: Shangri-La, das Paradies des Ursprungs, soll sich irgendwo zwischen den majestätischen Bergen befinden.
Wanderer dürfen sich auf eine Landschaft freuen, die ihresgleichen sucht: Dichte Eichenwälder, die sich an die malerischen Ufer des Marsyandi Flusses schmiegen, saftige Wiesen und eine mit zunehmender Höhe immer karger werdende, aber dennoch nicht minder beeindruckende Vegetation sorgen für unvergessliche Momente. Knorrige, verwunschen wirkende Wälder, Alpenbäume, aber auch Fichtenwälder, Felsplateaus und braune Erde erzeugen Kontraste, die schöner nicht sein könnten. Vorbei an malerischen Reis- und Hanffeldern sowie Bambushainen führt der Annapurna Trek durch eine der schönsten Hochlandschaften der Welt. Mit etwas Glück begegnet man unterwegs heimischen Tieren wie Yaks, Affen und Bergziegen, die hier noch in völliger Ruhe wild und ungestört leben können.
Der Annapurna Trek ist ideal für die Bedürfnisse von westlichen Wanderern, da es unterwegs viele Möglichkeiten zum Einkehren und Übernachten gibt. Einfache Zelte, aber auch komfortable Lodges und gemütliche kleine Lokale in verlassen wirkenden Siedlungen sind ideal zum Rasten. Insgesamt kann man sich als Wanderer auf einen steilen Anstieg von etwa drei Stunden einstellen, hier wird also die eigene Kondition auf die Probe gestellt. Unterwegs wird man jedoch öfters die Möglichkeit haben, sich von Bergbauern geführt auf Mulis weiter empor tragen zu lassen. Die gesamte Wanderung dauert etwa zwölf Stunden, dann hat man Muktinath erreicht, wo sich einer der vier heiligen Hindutempel, das Sanctuarium, befindet. An der heiligen Erdgasquelle der Feuergöttin kann man sich waschen und erfrischen. Anschließend stärkt man sich mit einem köstlichen Curry, einem der traditionellen Gerichte in Nepal. Bergab geht es dann nach Jomsom, zurück in Richtung Zivilisation. Vorbei an dem heiligen Fluss Kali Ganga und mitten durch eine karge Wüstenlandschaft gelangt man hinab ins Tal.