| Kategorie: | Berg-Expedition |
| Veranstalter: | DIAMIR |
| Reiseziel: | Kirgisistan |
| Dauer / Typ / Anreise: | 25 Tage / Expedition / inklusive Flug |
| Saison: | Sommer 2011 |
| Abreise-Orte: | Frankfurt / Main |
| Preis pro Person: | ab 3.390,00 € |
Als zweithöchster Gipfel des Pamir und höchste Erhebung der Transalai-Kette ist der Pik Lenin zweifellos ein Bergziel besonderen Ranges. Technisch ist die Besteigung nicht sonderlich schwierig, doch die Höhe von über 7000 m ist Herausforderung genug und fordert disziplinierte Bergsteiger und eine kluge Hochlagertaktik! Nach umfangreicher Akklimatisation und dem selbständigen Aufbau von 3 Hochlagern sind für die Gipfeletappe gute Kondition und eine ausgezeichnete Vorbereitung unabdingbar. Vorher ist quasi „nebenbei“ die Besteigung des unweit von Lager 3 gelegenen Pik Rasdelnaja (6148m) sowie weiterer Akklimatisationsgipfel möglich…
Für diese Expedition ist ein sicheres Gehen in Schnee und Eis erforderlich. Teamgeist, Bereitschaft zum Komfortverzicht, absolute Trittsicherheit, ausreichende Kondition für bis zu 12-stündige Tagesetappen sowie Erfahrung und anwendungsbereite Kenntnisse im Umgang mit alpiner Seiltechnik, Steigeisen und Eispickel sind Grundvoraussetzungen. Für die weitestgehend in vergletscherten Regionen verlaufende Aufstiegsroute werden neben kompletter Anseil- und Eisausrüstung auch Teleskopstöcke sowie sehr gut isolierte Schalenbergstiefel benötigt. Weitere spezielle Ausrüstung gemäß Ausrüstungsliste. Darüber hinaus wird ein persönlicher Tourenbericht gefordert, aus dem die absolvierten Bergtouren der vergangenen Jahre hervorgehen. Jeder Teilnehmer muss sämtliche Aktivitäten wie z.B. Gehen in Seilschaften, Hochlageraufbau, Kochen im Hochlager und Transport der Ausrüstung für die Hochlager selbstständig in Eigenregie und als Team mit den anderen Expeditionsteilnehmern gemeinsam durchführen.
Hinweise:
Flug ab Frankfurt mit einem Zwischenstopp nach Bischkek. (-/-/-)
Ankunft in den frühen Morgenstunden und Transfer ins Hotel/Gästehaus in Bischkek. Der ganze Tag steht für einen geführten Stadtrundgang durch Bischkek und über den sehr sehenswerten Osch-Basar zur Verfügung. Am Abend gemeinsames Begrüßungsessen. Ü im Hotel/Gästehaus in Bischkek. (F/-/A)
Am frühen Morgen Transfer zum Flughafen und kurzer Panoramaflug über den Tienschan nach Osch. Vom Flughafen aus fahren Sie direkt zum Basar, wo Sie noch letzte frische Lebensmittel einkaufen. Gleich im Anschluss verlassen Sie Osch und fahren über den Pamirtrakt in Richtung Pik Lenin. Über Sary Tasch erreichen Sie das Pamiro-Alai-Tal, in dem sich auch das Alpinistenlager Atschik Tasch befindet. Sie sind den ganzen Tag unterwegs, ehe Sie am späten Abend das Basislager am Fuße des Berges in 3700 m Höhe erreichen. Erste Ü im Zelt. (F/M/A)
19 Tage stehen Ihnen für die Besteigung des Pik Lenin zur Verfügung. Ausgehend vom komfortablen Basislager (geräumige Doppelzelte, Aufenthalts-Yurten, Sauna, Generatorstrom, Telefon,…) erfolgen gemeinsame Akklimatisationstouren zu den umliegenden Bergen (z.B. Pik Petrovsky , ca. 5100 m). Nach ca. 2-5 Tagen wandern Sie in einer langen Tagestour über den „Pass der Reisenden“ (4000 m) ins vorgeschobene Basislager auf dem Leningletscher (auch Lager 1 genannt, ca. 4400 m, 4-8h), von wo aus sich ein schöner Blick auf den Gipfel des Pik Lenin bietet. Um diese lange und mühsame Etappe nur einmal zurücklegen zu müssen, nehmen Sie alle erforderliche Ausrüstung gleich beim ersten Mal mit. Ihre Bergsteigerausrüstung, Verpflegung und die Hochlagerausrüstung für die kommenden beiden Wochen wird mit Pferden transportiert, so dass Sie nur einen relativ leichten Rucksack tragen müssen.
An den folgenden Tagen werden die weiteren Hochlager errichtet und Akklimatisationsaufstiege unternommen. Die Etappe bis ins Lager 2 (5400 m, ca. 4-8h) verläuft komplett über Gletschergelände. Aufgrund der Spaltengefahr ist eine Begehung dieses Abschnittes zwingend in Seilschaften erforderlich. Von Lager 2 aus kann man als Akklimatisationstour den Pik Rasdelnaja erklimmen (6148 m, ca. 4-6h) oder weiter zum Lager 3 aufsteigen (ca. 6100 m, 4-7h). Je nach Wettersituation und körperlicher Verfassung ist ggf. die Errichtung eines vierten Hochlagers (6400 m, ca. 2h) unmittelbar vor dem Gipfelaufstieg sinnvoll. Die Entscheidung darüber trifft der Expeditionsleiter im Laufe der Expedition in Absprache mit der Gruppe. Sind Sie in unterschiedlichen Gruppen unterwegs, werden Absprachen und Taktik per Funk zwischen den einzelnen Seilschaften festgelegt. Vor dem endgültigen Gipfelsturm ziehen Sie sich noch einmal für 1-3 Ruhetage ins vorgeschobene Basislager zurück. Gut akklimatisiert geht es dann entlang der Lagerkette aufwärts. Der Gipfelaufstieg erfolgt vom Lager 3 oder 4 aus und beginnt am zeitigen Morgen. Der Weg ist technisch unschwierig, zieht sich jedoch über ausgedehnte Schneefelder und felsdurchsetzte Gratabschnitte in die Länge (5-10h). Irgendwann geht es nicht mehr höher und es ist geschafft: der 7134 m hohe Gipfel des Pik Lenin ist erreicht! Im Süden und Westen sind die Schnee- und Eisriesen des zentralen Pamir mit der auffallenden Gipfelpyramide des Pik Kommunismus zu sehen, im Norden fällt das Gebirge annähernd 4000 Höhenmeter ab und die grünen Wiesen des Basislagers sind ein unbeschreiblicher Kontrast zu Eis und Schnee. Bei guter Fernsicht reicht der Blick bis zum fernen Muztagh Ata im benachbarten Westchina. Nach kurzer Gipfelrast wartet der Abstieg ins höchste Lager (2-5h), der – wie an jedem Berg – nicht zu unterschätzen ist! Am nächsten Tag erfolgt der Abbau der oberen Lager und nach Möglichkeit der Abstieg bis ins vorgeschobene Basislager. Lager 2 wird unterwegs gleich komplett mit beräumt. Tags darauf verlassen Sie das vorgeschobene Basislager und gehen den langen Weg über den Leningletscher zurück bis ins Basislager auf der „Zwiebelwiese“, wo Sie hoffentlich alle auf den Gipfelerfolg anstoßen können. Sollte der Gipfelsturm nicht im ersten Anlauf glücken, stehen bei normalem Wetter und Akklimatisation genügend Reservetage für einen erneuten Versuch zur Verfügung. Pünktlich am Abend des 22. Tages müssen jedoch alle Lager beräumt und das Basislager wieder erreicht sein. 19 Ü im Zelt (F/M/A im Basislager bzw. F/-/A in den Hochlagern)
Heute heißt es Abschied nehmen. Über den Pamir-Trakt geht es zurück nach Osch, wo Sie am Nachmittag oder Abend ankommen. Hier können Sie auch erstmals wieder eine richtige Dusche genießen. Ü im Hotel. (F/M/-)
Am Vormittag Rückflug in die kirgisische Hauptstadt Bischkek. Der Nachmittag steht für Besichtigungen oder den Einkauf von Souvenirs zur Verfügung. Am Abend treffen Sie sich zum gemeinsamen Abschiedsessen. Je nach Lust und Laune können Sie dann Ihre Tour z.B. mit einem Umtrunk im Deutschen Brauhaus von Bischkek oder einem gemütlichen Abend in einem der vielen guten Restaurants ausklingen lassen. (F/-/A)
Am zeitigen Morgen Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Deutschland. (-/-/-)

Die Reisegruppen werden durch deutsche DIAMIR Tourenleiter oder durch örtliche einheimische Reiseleiter geführt. Die einheimischen Reiseleiter sind von DIAMIR sorgfältig ausgewählte Spezialisten, die ihre Heimat sehr gut kennen und mit Insiderwissen den reibungslosen Ablauf einer Reise garantieren. Mehr Reisen von DIAMIR